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Umsetzung von Gender-Diversity bei den Planungen zur Südstadt Flensburg

Der Planungs- und Sanierungsprozess zur Südstadt und insbesondere dem näheren Bahnhofsumfeld wird die städtische Verwaltung und den Flensburger Rat absehbar ein Jahrzehnt beschäftigen. Wie in allen öffentlichen Planungsvorhaben spielt in diesem Prozess die Meinung der Öffentlichkeit eine wichtige Rolle. Mit dem Anspruch, Gender-Diversity Rechnung zu tragen, ist eine breit angelegte Beteiligung in diesem Prozess von besonders großer Bedeutung und Relevanz, da durch die Mitwirkung der Betroffenen der Planungsprozess an Qualität und Lebendigkeit gewinnt und tatsächlich dem Anspruch der Vielfalt gerecht werden kann. In verschiedenen Beteiligungsformaten wird die Öffentlichkeit sich in die Entwicklung des Sanierungsgebietes einbringen können und das Bahnhofsumfeld mitgestalten. Gleichzeitig fließt Genderkompetenz auf fachplanerischer Ebene in den Prozess ein. UrbanPlus hat im November 2013 mit einem öffentlichen und einem verwaltungsinternen Workshop begonnen, dieses Projekt zu begleiten.

http://www.flensburg.de/politik-verwaltung/stadtverwaltung/genderdiversity/

Beratung: Christiane Droste

© Urte Jona Alberti

Familienhaushalte in privaten Mietverhältnissen in London, New York und Berlin

Forschungsprojekt des Zentrums für Stadtforschung der London School of Economics (LSE), 2013

Das Forschungsprojekt wurde von der LSE im Auftrag von QDD, einem bedeutenden Londoner Wohnungs-Investor, durchgeführt. Es beschäftigte sich mit den Erfahrungen, die zum Wohnen von Mittelschicht-Familien bei privaten Vermietern im Vereinigten Königreich existieren. Obwohl der britische Mietwohnungsmarkt in den letzten 15 jahren strak angewachsen ist, stellt sich für die meisten Arbeitnehmer-Haushalte, die dort zur Miete wohnen, das Wohnen zur Miete nicht al seine erstrebenswerte Option, sondern als Notwendigkeit dar. Welche Elemente des Wohnungsangebotes und der rechtlichen, finanziellen, steuerlichen und kulturellen Rahmenbedingungen beeinflussen die Entscheidungen von Familien in der Wahl des Wohnstatus? Inwieweit sind sie mit dieser Lösung zufrieden, welche Rolle spielt das Wohnen zur Miete oder im Eigentum in Bezug auf zukünftige Wohnformen für sie? Kontrastierend zu den umfassenden Untersuchungen in London wurden in Berlin und New York qualitative Interviews mit der gleichen Zielgruppe durchgeführt. Ziel dieses Vergleichs war es, Elemente des Wohnens zur Miete in den beiden Städten zu identifizieren, die auch für das Vereinigte Königreich sinnvolle und übertragbar sein könnten.  Die LSE kooperierte in diesem Projekt mit einer Wohnungsmarktexpertin in New York und UrbanPlus in Berlin. Die Ergebnisse werden 2014 veröffentlicht.

Projektleitung UrbanPlus: Christiane Droste

Evaluation ANVUR

Die italienische nationale Agentur für die Evaluation der Universitäten und Forschungsinstitute (ANVUR) initiierte 2012 die Evaluation der Forschungsprodukte aller italienischer Universitäten und Forschungsinstitute  im Zeitraum 2004-2010. Der bis 2013 andauernde Prozess trug den Titel “eValuation der italienischen Forschungsqualität  / VQR 2010”.

Die Verantwortung für den Evaluationsprozess lag bei  14 ExpertInnen-Gruppen, denen jeweils ein Forschungsfeld entsprechend der italienischen Klassifizierung von Forschungsfeldern  zugeordnet war. Jede dieser Arbeitsgruppen wählte, basierend auf strengen Kriterien wissenschaftlicher Kompetenz, eine Gruppe von Peer-Reviewern für die Produkte des jeweiligen Forschungsfeldes. 

UrbanPlus trug zur Evaluation in den Forschungsfeldern Architektur, Stadtentwicklung und Gender in der Stadtentwicklung bei.  Die Evaluationsergebnisse werden 2014 veröffentlicht.

Bearbeitung: Christiane Droste

Formative Evaluation des B.A.S.I.S.-Netzwerks für (mehr) Bildung und soziale Integration in der High-Deck-Siedlung
Die Vernetzung unterschiedlicher Akteure im Sozialraum zur Herausbildung einer integrierten Unterstützungsinfrastruktur für Bildung und Beschäftigung gewinnt in der Debatte um benachteiligte und benachteiligende Quartiere seit einigen Jahren stetig an Bedeutung.

Welche Effekte generieren solche Verbünde für Bildung, Beschäftigung und Integration? Welche Voraussetzungen sind für die Übertragbarkeit erfolgreicher Konzepte auf andere Quartiere nötig? Können Synergien mit anderen Instrumenten der Arbeitsmarktförderung, z.B. durch Kooperationen mit den JobCentern entwickelt werden?

UrbanPlus evaluiert das im ESF-Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ) geförderte Netzwerk B.A.S.I.S. im Berliner Quartiersmanagementgebiet ‚High-Deck-Siedlung /Sonnenallee‘. Gegenstand der Evaluation ist es, gemeinsam mit den beteiligten Akteuren die Projektarbeit des ersten Jahres zu bilanzieren und daran anschließend im Sinne einer formativen Evaluation Entwicklungsstrategien für den laufenden Prozess und über die Förderphase hinaus zu erarbeiten.

Ansprechpartnerin: Christiane Droste


Studie ‚Nachhaltige Entwicklung in peripheren Stadtteilen – Förderung sozialer Integration in benachteiligten Nachbarschaften durch Interventionen im Wohnungsbestand‘

Das Gutachten, das unter der Regie von ECORYS im Auftrag der EU Kommission durchgeführt wird, zielt auf ein besseres Verständnis der Wirkungen der Mittelverwendung des Europäischen Regionalfonds (EFRE) und erarbeitet Vorschläge für die kommende Förderperiode 2014 - 2020. Anders als in den neuen Mitgliedsstaaten der EU werden EFRE Mittel in Deutschland nicht direkt für Investitionen in die Energieeffizienz von Wohnungsbeständen eingesetzt. Die Fallstudie Chemnitz-Sonnenberg, die in Zusammenarbeit von Prof. Simon Güntner (HAW Hamburg) und UrbanPlus erarbeitet wurde, macht deutlich, dass hier der Einsatz der EFRE Mittel die Bedingungen für eine integrierte Quartiersentwicklung grundsätzlich verbessert hat. Die Aktivierung von Bürgerinnen, kulturelle Initiativen und nicht zuletzt die Entwicklung von Energiekonzepten für prekäre Wohnungsbestände haben die Bedingungen für eine energieeffiziente und sozial inklusive Zukunft im Stadtteil verbessert.

Ansprechpartner Thomas Knorr-Siedow

UrbEnergy Umsetzung von energetischen Stadtentwicklungskonzepten inder Ostseeregion

Europäische Wohnungsbestände tragen maßgeblich zu überhöhtem Energieverbrauch und CO2-Emissionen bei. Klimawandel und schwindende traditionelle Energieressourcen sind eine Herausforderung für die Entwicklung großer Siedlungsbestände, sie erfordern eine umgehende Verbesserung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien: Gleichzeitig können solche Konzepte nur wirklich wirksam werden, wenn sie in kooperativen Verfahren zur Entwicklung ‚energiesparender Siedlungsstrukturen‘ eingebettet werden. Das Interreg III Projekt UrbEnergy widmet sich diesen Herausforderungen mit 15 Partnern in Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland und Weißrussland. Es zielt auf die Förderung von integrierten, nachhaltigen und energieeffizienten Stadtentwicklungsstrategien für Wohngebiete im Ostseeraum und auf die Identifizierung und Erprobung innovativer Finanzierungsinstrumente. UrbanPlus ist als Kooperationspartner in einer ARGE mit Ernst Baseler&Partner, der BBSM mbH und der B.&S.U. mbH mit dem Wissenstransfer und der Organisation von Kommunikationsprozessen in diesem Projekt beauftragt.

 

Nachhaltigen Strategie zur Verstetigung der Netzwerk- Träger- und Projektstrukturen im Quartiersmanagementgebiet Wrangelkiez

Quartiersmanagement und was dann? Wie muss sich Zivilgesellschaft vor Ort selbst organisieren, damit lokale Netzwerke und Schlüsselprojekte stabilisiert und verstetigt werden können, wenn die Ressource Quartiersmanagement (Initiierung von Projekten, Finanzierung, Moderation von Kommunikationsprozessen) wegzufallen droht? Welche notwendigen Voraussetzungen können Land und Bezirk erhalten? Im Quartiersmanagement Wrangelkiez in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg wurde UrbanPlus beauftragt, gemeinsam mit einer Vielfalt lokaler Akteure einer nachhaltigen Strategie zur Verstetigung der Netzwerk- Träger- und Projektstrukturen im Quartiersmanagementgebiet zu erarbeiten.

 

Kieznetze Lichtenberg


Internet-basierte lokale Community Networks können, zum Aufbau sozialen Kapitals, zivilgesellschaftlichen Engagements, der Stärkung von Partizipation und der Identifikation mit der Wohnumgebung, dem Stadtteil beitragen. Vor diesem Hintergrund und mit der Zielsetzung kleinräumiger Standortentwicklung analysiert das Projekt ‚Kieznetz‘, den Bedarf für ein übergreifendes ‚Lichtenberger Kieznetz‘ als gemeinsames Portal einer Vielfalt von zivilgesellschaftlich getragenen Stadtteilseiten. Ausgangspunkt sind die Gründungserfahrungen der ehrenamtlich getragenen Internetseite der Victoriastadt Lichtenberg und angenommene Kommunikationsbedarfe sowohl innerhalb der lokalen Zivilgesellschaft als auch zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft nach dem Auslaufen eines Sanierungsgebiets- und Urban II –Prozesses. Zentrale Themen sind der grundsätzliche Bedarf für eine Online-Plattform für nachbarschaftliche Kommunikation und Angebote sowie die spezifischeren Bedarfen des Bezirks, der Anwohner_innen aller Alters- und Bildungsgruppen, sozio-kultureller Träger und lokalen Gewerbes, insbesondere von Kleinstgewerbe /Start-Ups.

Das LSK-geförderte Projekt wird bearbeitet von UrbanPlus und der indarium GmbH.

"Wir Frauen vom Bau" – Visionen und Alltag von Frauen im Bauwesen Brandenburgs in den Jahren 1949-1989 (in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, 2010/2011) http://www.boell-brandenburg.de/web/10_410.htm


Begleitforschung / Formative Evaluation BIWAQ Kommunales Forum Wedding / Agentur für gesellschaftlich nützliche Arbeit (2009-2011)?


Begleitforschung "Nationale Stadtentwicklungspolitik" Perspektivwerkstätten / Organisationsentwicklungsprozess für das Nachbarschaftszentrum Sprengelhaus (2009-2011)



Gutachten im Auftrag der EU-Kommission / Directorate-General for Employment, Social Affairs and Equal Opportunities: Study on Housing Exclusion: Welfare Policies, Housing Provision and Labour Markets, Projektleitung Prof. Dr. Mark Stephens, Glasgow University
Deutsche Fallstudie: Homelessness in Germany (PDF)


Genossenschaftliches Wohnen als selbstbestimmte Lebensform – Qualitätssicherung durch Gender Mainstreaming (2008-2010) http://www.stadtentwicklung.berlin.de/soziale_stadt/gender_mainstreaming/download/vielfalt_foerdern_komplett.pdf


ExWoSt Forschungsfeld "Kostengünstig und qualitätsbewusst bauen – Wohnungsobjekte im Bestand" – Sondergutachten "Umgang mit Bestandsobjekten im europäischen Ausland" (2007/2008)


ExWoSt Forschungsfeld "Potentiale genossenschaftlichen Wohnens" / Forschungsbegleitung des Modellvorhabens Berlin-Wedding, Re-Privatisierung von Altbauten in genossenschaftlicher und Selbsthilfe orientierter Nutzung (2006/2007)


ExWoSt Forschungsfeld "Potentiale genossenschaftlichen Wohnens", Sondergutachten "Gender Mainstreaming in der genossenschaftlichen Praxis" (2006 /2007, in Zusammenarbeit mit P. Dorsch, Netzwerk gender+)


La Mixité Sociale: Une Réference Européene Partagé? Expertise für das OUCA, Paris/ Institut d’Urbanisme Paris (2006/2007)


Konzept für die Umnutzung von Hochschulgebäuden für genossenschaftliches Wohnen in Berlin-Karlshorst (in Zusammenarbeit mit Architektengruppe PLANSTADT, 2007)